Zahlen für 27/28 & Bürger:innen entscheiden lassen

Zunächst gilt dem Kulturamt unser Dank für die umfangreiche Befragung seit November. Die Tendenz ist nun klar: Allein die Bewerbungsphase kostet die Städte ca. 2–2,5 Mio. €. Im eigentlichen Titeljahr voraussichtlich einen zweistelligen Millionenbetrag. Ob Heidelberg 2034 diese Summe aufbringen kann, weiß heute niemand. Doch klar ist, was wir jetzt entscheiden müssen: die Ausgaben für den Doppelhaushalt 27/28!  Während bereits über Gebührenerhöhungen bei der Schulbetreuung diskutiert wird, ist uns die Kulturdezernentin die Ausgaben für 27/28 schuldig geblieben.

Referenzzahlen aus Chemnitz zeigen, dass mit ca. einer halben Mio. € NUR Sachkosten für die nächsten beiden Jahre zu rechnen ist. Geld, das wir schlicht nicht haben! Für den Grundsatzbeschluss im Oktober fordern wir daher eindeutige Zusagen vom Land, Sponsoren oder dem Freundeskreis, der Stadt finanziell unter die Arme zu greifen. Ende 2028 kommt es bei der Einreichung des „Bidbook I“ dann zum Schwur.

Ein Projekt, das ab da Finanzmittel bis weit über die Amtszeit des jetzigen Gemeinderats und des Oberbürgermeisters hinaus bindet, braucht eine direkte Legitimation. Die SPD will daher die Bürgerinnen und Bürger 2028 selbst entscheiden lassen, ob der Weg zur Kulturhauptstadt weitergegangen werden soll. Zittau hat es uns 2019 vorgemacht: Ohne klare Zustimmung der Bevölkerung darf es kein Millionen-Wagnis geben.