Die duale Ausbildung ist in Heidelberg ein wichtiger Pfeiler zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses und damit auch der Sicherung der Wirtschaftsstärke und Innovationskraft in Heidelberg und Umgebung. Um gute Rahmenbedingungen für eine Berufsausbildung in Heidelberg sicherzustellen, ist es von großer Wichtigkeit, den Auszubildenden bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die SPD-Fraktion erkannte dies frühzeitig und stellte daher bereits 2014 den Initiativantrag für das erste Heidelberger Ausbildungshaus mit 66 Wohnplätzen, welches im September 2016 eröffnete.

Da die Anzahl der Auszubildenden sowie der Ausbildungsstellen in Heidelberg seit Jahren stetig ansteigt, werden die Kapazitäten des Heidelberger Ausbildungshauses im Mark-Twain-Village in absehbarer Zeit erschöpft und ein zweites Ausbildungshaus nötig sein, um den Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum während der Ausbildung zu decken.

Die SPD-Fraktion stellt daher für den kommenden Doppelhaushalt 2019/2020, der Ende Dezember im Gemeinderat verabschiedet werden wird, den Antrag, Haushaltsmittel für die Errichtung eines zweiten Heidelberger Ausbildungshauses bereitzustellen.

Viele junge Menschen haben das Bedürfnis, während ihrer Berufsausbildung bereits auf „eigenen Füßen“ zu stehen. Dies umfasst auch die eigene Wohnung. Aufgrund der angespannten Wohnungsmarktsituation in Heidelberg, den begrenzten Kapazitäten im bestehenden Ausbildungshaus sowie dem relativ geringen Einkommen der Auszubildenden ist es eine Herausforderung für die Stadt, für diese Gruppe bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Mit der Errichtung des zweiten Ausbildungshauses wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Lösung dieser Herausforderung leisten.“, sagte die Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Konversionsausschuss, Prof. Dr. Anke Schuster.

Stadtrat Mirko Geiger, ebenfalls Mitglied im Konversionsausschuss ergänzt: „Das von uns auf den Weg gebrachte Ausbildungshaus ist ein voller Erfolg und erfreut sich starker Nachfrage. Die hier ansässigen Unternehmen begrüßen dieses Konzept ebenfalls und sind auch zum Teil im Beirat des Ausbildungshauses vertreten. Auch werden die Auszubildenden in der Einrichtung durch berufspädagogisches Fachpersonal betreut. Allerdings muss man angesichts der nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandorts Heidelberg und dessen Innovationspotential perspektivisch gute Rahmenbedingungen für die Auszubildenden schaffen, wozu auch die vorausschauende Planung von bezahlbarem Wohnraum von Azubis gehört. Daher möchten wir das zweite Heidelberger Ausbildungshaus so schnell wie möglich realisieren.“