Heidelberg lebt von Menschen und Organisationen, die sich Tag für Tag um andere kümmern: in der Beratung, Gesundheitsversorgung sowie Begleitung von Familien, Kindern und Jugendlichen und älteren Menschen. Die freien Träger leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Damit sie diese Arbeit fortführen können, brauchen sie vor allem eines: Planungssicherheit.
Im Haupt- und Finanzausschuss stand am 30. September 2026 die Bewilligung der Zuwendungen im Ergebnishaushalt 2027 auf der Tagesordnung. Die SPD-Fraktion hat dazu beantragt, die ersten beiden Tranchen der Zuschüsse unabhängig vom Haushalt 2027 auszuzahlen. Damit haben die Träger bis Ende 2027 Gewissheit über ihre Finanzierung.
Es ist daher allerhöchste Zeit, hier zu handeln. In manchen Fällen kommt der Beschluss sogar schon zu spät, wie das Beispiel der Kündigungen im Frauengesundheitszentrum zeigt. Umso mehr freuen wir uns, dass die anderen Fraktionen unserem Vorschlag gefolgt sind. Das ist ein wichtiges Signal an die Träger der sozialen Arbeit.
Dabei darf es aus unserer Sicht nicht bleiben. Auch die Zuschussempfänger aus den Bereichen wie z.B. Kultur, Sport, Umwelt und Mobilität stehen vor denselben Kostensteigerungen. Wenn wir sie als Teil einer lebendigen, solidarischen und nachhaltigen Stadtgesellschaft erhalten wollen, müssen wir ihnen die gleiche Verlässlichkeit bieten. Die SPD-Fraktion wird sich dafür in den weiteren Beratungen einsetzen.