Letzte Woche stimmte der Gemeinderat für die Umbenennung von sieben Straßen/Plätzen. Als SPD freuen wir uns hierüber besonders und bedanken uns herzlich für die Arbeit der Straßenumbenennungskommission.

Die Benennung einer Straße oder eines Platzes ist im Kern: ein positives Werturteil über die jeweilige Person und ihre Biographie, eine öffentliche und sichtbare Ehrung.

Dass wir Menschen nicht ehren sollten, die in das NS-Unrecht verstrickt waren oder sich aktiv daran beteiligten, dürfte außer Frage stehen.

Stattdessen müssen wir diejenigen ehren, die sich um Demokratie und Gesellschaft verdient gemacht haben.

So wird die nach einem NS-Förderer benannte Endemannstraße in Emil-Henk-Straße umbenannt und ehrt künftig den sozialdemokratischen Widerstandskämpfer, der u.a. die Wiedereröffnung der Uni Heidelberg nach dem Zweiten Weltkrieg vorantrieb.

Auf unseren Antrag hin wird durch QR-Codes an den neuen Straßenschildern jede Umbenennung sichtbar und wir stellen niedrigschwellig Informationen über die Gründe der Umbenennung zur Verfügung. Wir ermöglichen damit auch eine Integration in das zu entwickelnde Gedenkkonzept an NS-Unrecht.

Auch die Kosten für Unternehmen haben wir im Blick. So wird die – inhaltlich folgerichtige – Umbenennung der Felix-Wankel-Straße um vier Jahre verschoben. Bis dahin wird ein Schild auf Wankels NS-Vergangenheit hinweisen und an einer Lösung bezüglich der Kosten für Unternehmen gearbeitet.

Antifaschistische Grüße!

Ihr Stadtrat Marvin Frank